Callibandie ist ein Neologismus, der ein zwitterhaftes künstlerisches Verfahren bezeichnet, das Poesie und visualisierte digitale Kunst kombiniert. Das Prinzip besteht darin, ein graphisches Universum von Texten zu schaffen, die eher als Bilder erscheinen als gleich gelesen werden. Von dem so geweckten optischen Interesse ist es nur noch ein Schritt zur Lektüre. Die mit einem Textverarbeitungsprogramm geschaffene Callibandie «stellt das Kräfteverhältnis zwischen Bild und Text wieder her», sagt der bilderstürmerische Maler und fügt hinzu: «In gewisser Weise verwandle ich die Tasten der Word-Klaviatur in elektronische Pinselstriche». Es scheint, dass Microsoft Word noch nicht alle seine Geheimnisse preisgegeben hat. Und wer wird sich darüber freuen? Bill Gates! Ein Kunstakt des Widerstands
Ohne den geringsten Überschwang begnügt sich dieser Künstler damit, Bilder mit einem Textverarbeitungsprogramm zu schaffen, was an sich eine Art Ökologie ist. Er geht von folgendem Ausgangspunkt aus: Das menschliche Gehirn reagiert stärker auf Bilder als auf Texte. In diesem Sinne verkehrt die Callibandie das Übergewicht des Bildes gegenüber dem Text insofern ins Gegenteil, als der Betrachter zu einem Akt des Entzifferns und der Lektüre über einen Umweg geleitet werden soll: Das optische Interesse wird durch Graphikdesign geweckt. Werke der Callibandie sind Bilder zum Lesen. Damit stellen sie ein gestörtes Gleichgewicht wieder her. Die Callibandie spielt mit der geschriebenen Sprache in ihrer materiellen Realität. Ein Editierspiel ? Sicher: Die Callibandie befreit sich tatsächlich von den editorischenNormen, um sich mit dem Spatialismus (Bory und Garnier) zu vereinigen, dem orientalischen Bildgedicht (Ideogramm) oder – noch populärer – Apollinaires «Calligramme». Die Bezugspunkte sind zahlreich, das Werk selbst bleibt singulär. P. Lecalliband ist ein Künstler, der sich selbst nicht für einen solchen hält. Jedenfalls nicht für einen Vollzeit-Künstler, denn nach seinen eigenen Worten ist er nur von Zeit zu Zeit Künstler: immer dann, wenn jemand seine Arbeit mit Interesse betrachtet. Auf Aluminium gravierte Werke der Callibandie existieren in verschiedenen Maßen. Die meisten sind Einzelstücke und werden von Sammlern bald gesucht wie der «Gral», so selten ist diese Verfahrensweise. Ein Phänomen, das man verfolgen sollte!
Lors de son séjour en Afrique, P. Lecaliband a été reçu le 3 avril 2008 par le Dr Kempf ci-dessus, directeur de l'Institut Goethe de Lomé, (Centre Culturel Allemand ), qui l'a qualifié à l'issue de leur entretien de "Querdenker "


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